trauerrede sara egger baselland

SARA EGGER

PERSÖNLICH

 

An einem trockenen, sehr kalten Wintersonntag im Dezember 1978 wurde ich geboren. Seit frühster Kindheit zeigte ich grosses Interesse für die Thematik Sterben – nicht, weil ich mich davor fürchtete, sondern viel mehr, weil ich überzeugt war, dass das Sterben zum Leben gehört.

Als ich sieben Jahre alt war, wollte ich von meinen Eltern erfahren, wie Sterben geht. «Das weiss keiner so ganz genau. Sobald aber der Tag gekommen ist, wirst du es erleben», gaben sie mir weise zur Antwort.

Mein Interessensgebiet war für meine Eltern, aber auch für Aussenstehende eher irritierend, waren doch der Tod und der Verlust Bekannte im Erwachsenenbereich und nicht für Kinder als Spielgefährten gedacht.

 

Der Tod jedoch ist genau so facettenreich wie das Leben. Beide können ohne einander nicht existieren, sie sind voneinander abhängig wie das Wachsein und der Schlaf. Und wie der Schlaf eintritt, ohne dass der Mensch ihm entweichen kann, so tritt auch der Tod am Ende der Tage ein, ob der Mensch das nun will oder nicht.

 

Mit Verlusten wurde ich bereits früh konfrontiert. Zu fühlen, was Sterben, Tod, Verlust und trotzdem Leben mit einem macht, gab mir ein ganzheitliches Verständnis, schenkte mir das fehlende Puzzleteil für meine Welt.

 

Im Verlaufe der Jahre konnte ich entdecken, verstehen und lernen, wie wichtig es ist, dass heimreisende Menschen in ihrer Einzigartigkeit in den Herzen der Hinterbliebenen einen Platz bekommen und was passiert, wenn das nicht geschieht. Ich durfte erfahren, dass gelebte Trauer viel Heilung bringen kann und dass Wunden zu Narben werden, die gezeigt werden dürfen und was passiert, wenn das nicht geschieht.

 

Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Trauer- und Sterbebegleitung, der Psychologie, Kommunikation und Reden verwurzelten mein Interesse bis in die Tiefen.

 

Eine würdevolle und individuelle Verabschiedung der verstorbenen Person erachte ich deshalb als essentiell – die persönliche Trauerrede, welche den Menschen noch einmal zum Leben erweckt, erscheint mir für eine Heilung wertvoll und unabdingbar. Denn was am Schluss bleibt, sind die Erinnerungen – kleine Sterne, die tröstend in das Dunkle unserer Trauer leuchten.

 

Ich freue mich, Sie kennen zu lernen.

 

Alles Liebe für Sie und Ihre Herzmenschen,
Ihre Sara Egger

«Der Reifen eines Rades wird gehalten von den Speichen, aber das Leere zwischen ihnen ist das Sinnvolle beim Gebrauch. Aus nassem Ton formt man Gefässe, aber das Leere in ihnen ermöglicht das Füllen der Krüge. Aus Holz zimmert man Türen und Fenster, aber das Leere in ihnen macht das Haus bewohnbar. So ist das Sichtbare zwar von Nutzen, doch das Wesentliche bleibt unsichtbar.»

Lao-tse
logo-sara-egger-04.png

SARA EGGER

Bahnhofstrasse 18
CH-4147 Aesch

KONTAKT

076 400 19 10
mail@saraegger.ch